UOCOMING GROUP EXHIBITION

2018_06_07 // 10 Jahre nachtspeichers23 >> Jubiläumsausstellung

 

# 1 // 25.05.- 27.05.:

Künstler:

Peter Boué (Zeichnung) / Nir Alon (Installation) / Annika Unterburg (Objekt) / Marta Dura (Objekt)

→ Diese Ausstellung vereint Installation, Objekt, Zeichnung und Video zu einer skurrilen Raumsituation, die geprägt ist von sehr unterschiedlichen Ansätzen.

Peter Boué lässt den Betrachter in seinen Kreide- und Kohle Zeichnungen aus Räumen herausblicken, deren Situation unklar bleibt. Die schwarz-weißen Bildwelten bauen ihren Sog auf, indem sie das Begehren des Betrachters Orientierung und Klarheit zu gewinnen im letzten Moment stets unterbinden. Ebenso uneindeutig treten Annika Unterburgs Bilder und Objekte in Erscheinung. Schwarz, Glitzer, Farbe, geschmolzene amorphe Objekte, Angelhaken oder Spiegel sind Elemente, die einem in ihren Arbeiten begegnen. Häufig mit einer ordentlichen Portion Humor ausgestattet, wird schnell klar, dass sich immer auch eine sehr persönliche oder kritische Ebene unter diesen Oberflächen verbirgt. Ohne ihre innersten Geschichten endgültig preiszugeben, lassen Unterburgs Arbeiten jedem Betrachter den Raumeigene Themen zu projizieren, zu finden und stimmen nach dem ersten Schmunzeln oft nachdenklich.

Nachdenklich machen auch die raumgreifenden Installationen von Nir Alon. Der in Tel Aviv und Hamburg lebende Künstler schafft fragile, unter Spannung stehende Installationen aus Alltagsgegenständen, die entgegen jeder Vermutung fest zusammen haltende, ortsspezifische Skulpturen entstehen lassen. Stühle, Schränke, Briefkästen, Leuchtstoffröhren, Holzlatten, Kabel und andere Objekte werden von Alon ungeachtet der Schwerkraft aufgetürmt und zusammengeschnürt. Was bereits durch die Statik selbst faziniert, gewinnt mit den offensichtlichen Gebrauchsspuren der einzelnen Teile eine zusätzliche Dimension, die Projektionsfläche für eigene Geschichten, Erinnerungen und Fantasien bildet.

Ebenso uneindeutig und doch intensiv zeigt sich die Arbeit von Marta Dura. Die Künstlerin baut in ihrer Video-Arbeit „Hypertonie“ eine buchstäblich überhöhte Spannung auf, indem sie Zahlenabfolgen laufen lässt, die von klickenden Geräuschen begleitet und von Störungen unterbrochen oder verschoben werden. Es ist je eine Zahl zu sehen, die Abfolge läuft mal vorwärts, mal rückwärts, springt, stoppt, beschleunigt und wiederholt sich gelegentlich. Die intensive Spannung begründet sich aus dem Zusammenwirken von visuellem und akustischem Tempo der Arbeit. Als Betrachter erwartet man gespannt das was passiert, wenn der „Countdown“ sein Ende gefunden hat. Die Störungen und Sprünge verleihen der Sequenz etwas Unheimliches, Undurchdringliches und dennoch tun sich mehrfach persönliche Verbindungen auf. Zahlen, die eine persönliche Bedeutung für einen haben, fesseln einen zusätzlich und lassen die individuellen Erwartungen des Filmes in sehr subjektive, private Gedankenräume münden.


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